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Deutschland
Der
"Wohlfahrtsstaat" soll abgeschafft werden - und das um jeden Preis
Autor:
M.T.
Die Offensive
gegen die Arbeiterklasse, welche die Regierung Schröder und
die Grünen mit wohlwollender Zustimmung der CDU/CSU und der
FDP und unter lautem Schweigen der PDS eingeleitet hat, erfolgt
im Rahmen einer tiefen wirtschaftlichen Krise, die den gesamten
sogenannten "Wohlfahrtsstaat" in Frage stellt. Nach der Katastrophe
des II Weltkriegs aus der Notwendigkeit entstanden, den revolutionären
Impetus der Massen einzudämmen, steht dieser heute vor dem
Aus.
Wirtschaftlicher
Rahmen
In den letzten
Jahren konnte man eine deutliche Verlangsamung (des Wachstums)
der deutschen Wirtschaft beobachten. Die Wachstumsquote ist in
dieser Zeit konstant gesunken. In neuester Zeit befindet sich
die deutsche Wirtschaft sogar in "technischer" Rezession1, was
sich negativ auf den Stabilitätspakt der EU auswirkt (die
EZB hat alle EU Mitglieder angewiesen, "ihre Bilanzen stabil und
ausgeglichen zu erhalten, selbst wenn dies strukturelle Reformen
notwendig machen würde" und vor allem "den Stabilitätspakt
strikt einzuhalten").2 Diese Strukturreformen bedeuten im Klartext
den Staat effizienter zu machen, indem man die Ausgaben für
den Sozialstaat reduziert. Einige Prognosen belegen, dass die
von der Regierung geplanten Kürzungsmaßnahmen 100.000
Arbeitsplätze kosten könnten. Dazu kommen noch die 650.000
Stellen, die nach der Voraussage des Bundesverbands Deutscher
Inkasso Unternehmen, aufgrund von Unternehmensschließungen
und Bankrotten verloren gehen werden.3 Laut Ralf Kroker, Direktor
des IW (Instituts der Deutschen Wirtschaft), ist "die Stimmung
in der deutschen Wirtschaft katastrophal". Nach Umfragen dieses
Institutes, klagen "40 % der ostdeutschen Betriebe über einen
Produktionsrückgang oder eine sinkende Nachfrage". Nur 25%
der Betriebe verzeichnet einen Produktionszuwachs. Im Westen in
die Lage nur geringfügig besser. Die am heftigsten betroffenen
Sektoren sind das Baugewerbe und der Dienstleistungssektor. Infolge
dieser katastrophalen Situation versuchen um die 45 % der Betriebe
und Fabriken die Anzahl ihrer Beschäftigten zu reduzieren.
Der Exportsektor,
einer der wichtigsten Pfeiler der deutschen Wirtschaft, konnte
im letzten Jahr nur einen Zuwachs von 1,6% verzeichnen. Dies hat
immerhin vermieden, dass das BIP (( 0,2%) insgesamt ein Negativwachstum
hat in Kauf nehmen müssen. Heute scheint dieses Szenario
in weite Ferne gerückt, da sehr viele Faktoren dagegen arbeiten,
wie zum Beispiel der Wertverlust den der Dollar im Gegensatz zum
Euro erlitten hat. Die plötzliche Aufwertung der europäischen
Währung verbreitet langsam Panik auf dem deutschen Markt.
Ein Wechselkurs von 1.20 pro Dollar hätte katastrophale
Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.
In den letzten
Tagen hören die Nachrichten nicht auf entmutigend zu sein.
Laut dem Statistischen Bundesamt "ist das BIP im ersten Trimester
im Vergleich zum Vorjahr gefallen um 0,2% .4
Nach Vorhersagen
des IW, wird die deutsche Wirtschaft im nächsten Trimester
gar nicht wachsen und das gesamte Jahreswachstum wird sich auf
0,5% belaufen. Die offiziellen Prognosen der Regierung sind wenig
freundlicher: Ein Wachstum von 0,75% für das Jahr 2003. Jedoch
ist, nach Meinung des Sachverständigengremiums für die
globale Wirtschaftsentwicklung die dessen Vorsitzender Wolfgang
Wiegard formuliert, selbst diese bescheidene Wachstumsprognose
vollkommen unerreichbar.5 Zum krönenden Abschluss hat der
WMF für den Fall, dass Deutschland mit einer Wachstumsrate
von 0% abschließt, diesem das gleiche Schicksal wie Japan
vorausgesagt: wirtschaftliche Deflation.
Kürzlich
erklärte der Wirtschaftsminister Hans Eichel in einem Interview,
dass Deutschland sich nicht an das von der EU vorgegebene Defizit
halten können wird und dass es unmöglich sein wird voranzukommen
ohne die Staatsverschuldung zu erhöhen. Jedoch stehen diese
Aussagen im krassen Widerspruch zu den Wünschen des europäischen
Kommissars für Wirtschafts- und Währungsangelegenheiten,
Pedro Solbes, der angedeutet hat, dass die Nichteinhaltung des
festgelegten Schuldenrahmens "den gesamten Stabilitätspakt
in Gefahr bringen könnte."6
Darüber
hinaus wird Deutschland mit einer massiven Arbeitslosigkeit konfrontiert.
Die neusten Daten vermitteln einen Eindruck von dieser Situation:
im April wurden von den Arbeitsämtern 4.495.200 Arbeitslose
registriert. 112.700 weniger als im März, aber 471.100 mehr
als im selben Monat des vergangenen Jahres.7 Man erinnere sich,
dass der Slogan der vorletzten Wahlkampagne der SPD war, die Arbeitslosenzahl
auf unter vier Millionen zu reduzieren.
Angesichts
des deflationären Drucks der die gesamte Weltwirtschaft belastet8,
verwandeln sich dieses Phänomen in einen Instabilitätsfaktor
auf europäischer Ebene, der, sollte sich diese Krise ausbreiten
und verschärfen, die Maastrichter Kriterien über den
Haufen werfen könnte.
Die Ziele
der Regierung und der Borgeoisie
Als Ausweg
aus der aktuellen Krise der deutschen Wirtschaft, haben sich Regierung
und Borgeoisie einen Plan ausgedacht der impliziert: den sog.
"Wohlfahrtsstaat" abzuschaffen, dem Einfluss der Gewerkschaften
ein Ende zu bereiten, den diese immer noch und trotz ihrer Führungen
genießen und der die Grundlage für Ausbeutung und Armut
legt, wie man sie in Deutschland seit dem II. Weltkrieg nicht
mehr gesehen hat.
Die Reformen
werden folgende Bereiche betreffen:
- den Kündigungsschutz:
dieser gilt nur noch in Unternehmen ab fünf Angestellten,
jedoch nicht mehr bei Neueinstellungen (Arbeitern und Angestellten)
- das Arbeitslosengeld:
die maximale Bezugsdauer wird von 32 auf 12 oder 18 Monate reduziert
- die Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe:
Diese werden zu einer einzigen verschmolzen, auf dem Niveau der
jetzigen Sozialhilfe oder noch darunter. Auf diese Art will der
Staat 12 Millionen Euro einsparen.
- Die Gewerkschaften
sollen dabei helfen "freiwillig" die gemeinschaftlichen Abkommen
zu untergraben, wenn sie das nicht wollen, sollen sie gesetzlich
dazu verpflichtet werden.
- die Lohnnebenkosten
- eine Modifikation
des Gesundheitswesens, sie beinhaltet, dass mehr und mehr Leistungen
privatisiert werden, was bedeutet, dass derjenige der sie in Anspruch
nimmt auch selbst dafür aufkommen muss, da diese nicht mehr
von der Krankenkasse/Versicherung abgedeckt sind
- höhere
Steuern auf Produkte wie Tabak, Kraftstoff u.ä.
In letzter
Zeit gehört außerdem eine scharfe/ätzende Kritik
an den Gewerkschaften, ihrem Einfluss und Gewicht in der Arbeiterbewegung,
zum guten Ton. Das erklärte Ziel des deutschen Kapitals ist
es, diesen Einfluss zu unterminieren oder wenn möglich den
Gewerkschaften endgültig den Garaus zu machen. Die Äußerungen
des ehemaligen Vorsitzenden der CDU/CSU- Bundestagsfraktion Friedrich
Merz lassen keinen Zweifel daran, welchen Weg man einschlagen
muss: "Man muss die Macht der Gewerkschaften brechen"; es kann
nicht sein, dass eine Organisation von "Sturköpfen" die es
nur fertig bringen ein Viertel der Arbeiter zu organisieren "Tarife
diktieren" können, obwohl es sehr viele Leute die sich darum
reißen würden unter dem Dachtarif zu arbeiten. Diesem
Kreuzzug hat sich auch die evangelische Kirche angeschlossen,
in Person des Vorsitzenden der Synode der EKD, Jürgen Schmude,
der beklagte, dass die Politiker häufig zu feige seien, die
notwendigen Kürzungen durchzuführen, und hinzufügte,
dass "(die Kürzungen) oft nur geringfügig, aber trotzdem
eben notwendig sind."9 Weitere Befürworter finden sich in
diversen NGOs, Bürgerkomitees, organisiert von Leuten die
genug Geld haben um die Öffentlichkeit mit Werbung für
die "Renovierung/Erneuerung" zu bombardieren und die unverzichtbaren
Massenmedien die ein beeindruckendes Medienspektakel inszeniert
haben um zu propagieren, dass ein entwickeltes Land wie Deutschland
dringend Reformen benötigt, die es ihm ermöglichen sich
den Herausforderungen der Zukunft möglichst erfolgreich zu
stellen.
Falls die Agenda
2010 so abgesegnet wird, wird die Regierung Schröder in die
Geschichte eingehen, als diejenige, der es gelungen ist einen
großen Teil der historischen Errungenschaften der deutschen
Arbeiterklasse rückgängig zu machen. Die CDU Regierung
unter Kohl hatte wiederholt versucht diese zu zerstören,
zwar erfolglos, bereitete damit jedoch den Weg für die jetzigen
Angriffe. Natürlich wurde sie dabei von der SPD kräftig
unterstützt (Zuwanderungsgesetz, Abschaffung der Vermögenssteuer,
Militärinterventionen außerhalb der Bundesgrenzen,
etc.).
Die gemeinsame
Initiative der Sozialdemokraten und der Borgeoisie, begleitet
von dem Schweigen und der Unterstützung der Gewerkschaftsbürokratie,
kann ihr Ziel erreichen, wenn die Arbeiter es nicht schaffen ihre
verräterischen Vertretungen zu stürzen, eine klassenbewusste
Strömung innerhalb der Gewerkschaften zu fördern und
deren politisches Organ, eine revolutionäre Partei aufzubauen.
Risse in der Regierungskoalition?
In der Nordrheinwestfälischen
Regierungskoalition aus SPD und Grünen gibt es in letzter
Zeit immer heftigere Spannungen. Wenn sich diese Unstimmigkeiten
weiter verschärfen könnte dies sogar ein Sturz der Landesregierung
provozieren. Die Krise entsteht durch die unterschiedlichen Konzepte
die SPD und Grüne für die Zukunft des Landes haben.
Die Grünen widersetzen sich mit aller Kraft dem Bau der Hochgeschwindigkeits-
Magnetschwebebahn Metrorapid und treten für ein baldiges
Ende der Kohlesubventionen ein. Die SPD hingegen möchte sowohl
diese Subventionen erhalten um nicht einen Großteil ihrer
Stammwählerschaft zu verärgern als auch weiterhin in
der Verkehrspolitik auf das Konzept des Metrorapid setzen. Aus
der Unvereinbarkeit dieser beiden Positionen und um den kleineren
Koalitionspartner unter Druck zu setzen, denkt die SPD Spitze
laut über eine eventuelle Koalition mit den Liberalen (FDP)
nach. Die Grünen haben angekündigt, dass sie falls kein
Kompromiss gefunden wird, bereit sind den Koalitionsvertrag zu
kündigen. Dies würde zu vorgezogenen Wahlen führen,
in welchen wiederum, laut der letzten Umfragen, die CDU gute Chancen
hätte, die Mehrheit der Stimmen zu gewinnen.
Diese Streitigkeiten
wurden auf Druck der Bundesregierung in langen Gesprächsrunden
vorerst beigelegt.
Was verbirgt
sich hinter diesem Kampf? Der Auslöser für den Zwist
sind die widerstreitenden Interessen der beiden Parteien. Die
SPD als bürgerliche Arbeiterpartei betreibt seit 1914 eine
für die Arbeitermassen tödliche Politik, die nur daruf
abzielt, die Interessen des Kapitals zu bewähren. Die Wählerschaft
der Grünen hingegen besteht zu großen Teilen aus Kleinbürgern,
wie z.B. Biobauern, die fürchten, dass der gesamte verfügbare
Haushaltsetat in Prestigeobjekte wie den Transrapid gesteckt wird.
Diese würde sie der Subventionen durch das Land berauben.
Die Arbeiterbewegung
und ihre Anführer/Spitzen
- Gewerkschaften
Ihrer Linie
der Aussöhnung der Klassen treu bleibend, warnen die Gewerkschaften
vor den Gefahren, die von einer Radikalisierung der Positionen
zur Agenda 2010 ausgehen.
Der Deutsche
Gewerkschaftsbund (DGB) vertritt, wie nicht anders zu erwarten,
eine Politik der Versöhnung gegenüber den Plänen
der Regierung, im Endeffekt sind sie es, die eine angemessene
Antwort der Arbeiterbewegung auf die Politik der Regierung verhindern.
Kürzlich sagte ein hoher Gewerkschaftsfunktionär der
SPD"... wir erkennen die Notwendigkeit von Reformen im sozialen
Bereich an..."10 und demonstrierte so, dass der Knackpunkt für
die Bürokratie die Frage ist, wie man die Reformen durchkriegen
kann ohne Einfluss und Privilegien zu verlieren. Die Gewerkschaftsbürokratie,
die traditionell eng mit der SPD verbunden ist, bittet den Kanzler
sich gesprächsbereit zu zeigen, um die Reichweite der Reformagenda
zu "verhandeln", sie nachzubessern, damit sie nicht gar so krass
ausfällt. Diese Bürokraten, welche die Notwendigkeit
von Reformen "verstehen" und einen Dialog vorschlagen, versuchen
wiedereinmal die Arbeiter zu betrügen und liefern sie damit
der Gnade ihrer Henker aus: dem Kapital. Die Antwort Schröders
ließ nicht lange auf sich warten: "Die Agenda wird angenommen
oder ich trete zurück."
Die Nachbesserungen
an Schröders Reformplänen sollen nur die bittere Medizin
etwas versüßen, sie ändern nichts an der zukünftigen
Unsicherheit der Arbeitsverträge, an dem Sozialabbau und
den Einschränkungen im Gesundheitswesen, etc.
Die Front des
Widerstands der Gewerkschaften zeigt schon die ersten Risse: einige
kleinere Gewerkschaften (die IG Bergbau, Chemie, Energie; die
Eisenbahnergewerkschaft und die Lebensmittel/Restaurant Gewerkschaft)
haben bereits ihre Unterstützung für die Reformpläne
verkündet, und dadurch die wenige bis nicht existente Opposition
gespalten, die von der eng mit der SPD verbundene Gewerkschaftsbürokratie
ausgeht.11 Die Führung der Gewerkschaften selbst, hat zum
größten Teil diesbezüglich Stillschweigen gewahrt
oder allerhöchstens bedauert, dass es keine Einigkeit gibt.
Der neoliberale
Angriff kommt die SPD jedoch teuer zu stehen: in den letzten Landtagswahlen
in Hessen und Niedersachsen hat die SPD ca. 15% verloren. Seit
sie an der Regierung ist, hat die SPD außerdem in einigen
ihrer Hochburgen wie zum Beispiel im Saarland und in Niedersachsen
die Macht verloren. Währen die SPD noch 1990 ca. 940.000
Mitglieder zählte, ist diese Zahl Ende 2002 bereits auf 694.000
geschrumpft.
- Die Arbeiter
und die Gewerkschaften
Im Moment verspielen
sich/riskieren die Gewerkschaften ihr Ansehen, nachdem sie schon
seit zehn Jahren die Arbeiter darum bitten, ihre Ansprüche
"moderat" zu halten um die internationale Konkurrenzfähigkeit
der deutschen Wirtschaft zu gewährleisten und dadurch gleichzeitig
für eine "gesunde" Wirtschaft zu sorgen, von der alle profitieren
würden. Jetzt jedoch beginnt sich die Lage zu ändern.
Langsam wird den Arbeitern bewusst, was für einen harten
Schlag Regierung und Kapitalisten gegen sie führen wollen.
Das Ausmaß der Kürzungen und die Wirkungslosigkeit
der von der Gewerkschaftsbürokratie ergriffenen Maßnahmen,
lösen einen starken Widerstand im Herzen der Arbeiterbewegung
aus. An der Gewerkschaftsbasis verursachen die Angriffe auf die
Errungenschaften der Arbeiterklasse heftige Ablehnung und Wut
auf die SPD. Nach und nach stößt sich der Reformismus
der deutschen Arbeiterklasse an den Grenzen der Realität
des Systems, welches sie "ihren" Vertretern verdanken. Am 1. Mai
gingen ca. 1 Million Arbeiter, Jugendliche und Immigranten auf
die Straße, um gegen die Agenda 2010 und die Verschlechterung
ihrer wirtschaftlichen Lage zu demonstrieren. Auf der zentralen
Veranstaltung des DGB in Neu-Anspach bei Frankfurt wurde Schröder
von den Anwesenden ausgebuht. Es gab Transparente auf denen das
Kürzel SPD verwendet wurde um Sätze wie "Sozial-Piraten-Deutschland"
zu formen oder die der Ansicht Ausdruck verliehen dass "sie uns
nicht mal in der DDR so verarscht haben" (Demonstranten in Ost
Deutschland). Außerdem kursiert eine Unzahl von Witzen die
auf den räuberischen Charakter der Regierung anspielt. All
dies sind Anzeichen der weitverbreiteten sozialen Unzufriedenheit,
die, sollte sie sich eines Tages artikulieren, noch viele Überraschungen
für uns bereithält.
Mehr und mehr
Vertrauenskörper in immer mehr Betrieben fordern die Gewerkschaften
auf eine wirkungsvolle Antwort auf die Angriffe der Regierung
zu organisieren. Darüber hinaus ist es bereits zu "illegalen"
Streiks12 gekommen. Zum Beispiel streikten in Hannover die Köche,
indem sich alle auf einmal krank meldeten, um gegen die Einführung
eines neuen Arbeitsmodells zu protestieren, welches ihre real
Arbeitszeit verlängert.13
Ein weiteres
wichtiges Anzeichen für die veränderte Situation, ist
der Forderung nach einem Generalstreik als Antwort auf die Reformpläne
der Regierung Schröder, die während der bundesweiten
ver.di Jugendkonferenz aufgekommen ist.
In den letzten
Wochen haben Metaller und Elektriker im Osten Warnstreiks zur
Einführung der 35 Stundenwoche durchgeführt, an denen
sich ca.28.000 Beschäftigte beteiligt haben. Sie verlangen
nicht mehr als die Anpassung an die Arbeitszeit ihrer Kollegen
im Westen. Dies kam einigermaßen überraschend, da niemand
damit gerechnet hätte, dass die IGM eine solche Mobilisierungskapazität
im Osten hätte. Die Entscheidung zu streiken wurde in einer
geheimen Wahl getroffen, in der 85% der Mitglieder für den
Streik stimmten.14 Während sich also die Mehrheit der Arbeiter
im Osten für einen Streik ausspricht, wollen die Gewerkschaftsführer
höchstens Warnstreiks organisieren, die "die Arbeitgeber
zurück an den Verhandlungstisch zwingen" und damit es keine
Missverständnisse gibt, stellen sie klar, dass "im Falle
eines Streiks nur einzelne Betriebe bestreikt werden".15 Die Arbeitsniederlegung
begann am 02. Juni. 1984 haben die Metaller zum letzten Mal Streiks
in größerem Ausmaß organisiert. Diese zogen sich
über sieben Wochen hin und es beteiligten sich ca. 1 Million
Metallarbeiter. Die Borgeoisie antwortete mit der Suspendierung
von 150.000 Angestellten. In dem Streik ging es darum die Wochenarbeitszeit
auf 35 Stunden zu reduzieren. Der Streik trug zwar keine direkten
Früchte, legte aber den Grundstein für eine Reihe von
aufeinanderfolgenden Verträgen zur schritt weisen Verkürzung
der Arbeitszeit (nach 1984 wurde zuerst eine Arbeitszeit von 38,5h
gesichert. 1989 wurde ein weiterer Fortschritt mit der Verkürzung
auf 37 Wochenstunden in der Metallindustrie und 36 Wochenstunde
in der Metallindustrie im Ruhrgebiet erzielt.)
Allerdings
ist die Kehrseite der Medaille eine Verschlechterung der Lebens-
und Arbeitsbedingungen der nicht organisierten Teile der Arbeiterschaft
bzw. derjenigen ArbeiterInnen die in den Abkommen nicht berücksichtigt
werden. Diese Politik, "die in den engen Grenzen der Betriebs-
oder Branchengebundenen Interessen gefangen ist und sich darin
erschöpft die eigene Lage zu verbessern" (Lenin), hat sich
mehr und mehr gegen diesen mächtigsten Sektor der deutschen
Arbeiterklasse gewendet. Die Kapitalisten haben sich die Dualität
des Arbeitsmarktes gegen die Errungenschaften zunutze gemacht
und ihr in einer weiteren Kraftprobe Konzessionen abzuringen,
wie sie z. B. das Volkswagenabkommen16 darstellt oder die Realität
der Arbeiterklasse in den 90er Jahren17.
Das anschaulichste
Beispiel für diese Situation, stellt der Zuwanderer-Arbeiter
und seine Lage dar: reguliert und ohne Papiere. Bis jetzt hat
noch keine Gewerkschaft, nicht einmal die Fortschrittlichsten
unter ihnen, die Problematik des hyperausgebeuteten Immigrantenarbeiters
als wesentlichen Bestandteil ihrer Bittgesuche/Forderungskataloge
in Betracht gezogen, obwohl dieser dem Druck der Borgeoisie und
der Regierung fast ungeschützt ausgesetzt ist.
Das Phänomen
Lafontaine
Lafontaine
füllt das Vakuum in der SPD. Geschichtlich gesehen gab es
innerhalb der Sozialdemokratie immer einen "linken" Flügel,
der immer dann besonders stark in Erscheinung getreten ist, wenn
die gesellschaftlichen Widersprüche einen linken Ausweg wahrscheinlich
machten. Die innerparteiliche " Linke" de SPD ist nur ein Ablassventil,
das den ArbeiterInnen und ihren Vertretern, den Gewerkschaften,
vermitteln soll, dass man nicht mit der Sozialdemokratie brechen
muss um eine Alternative zur Politik der Parteirechten zu schaffen.
Heute gibt
es in der SPD keine hochkarätige Linke mit charismatischen
Führungscharakteren; genau dies ist es was Lafontaine darstellt.
Oskar Lafontaine, ehemaliger Vorsitzender der SPD, ehemaliger
Kanzlerkandidat der SPD, ehemaliger Finanzminister in der ersten
Legislaturperiode Schröders, symbolisiert jetzt diese Leere.
Als großartiger populistischer Redner kritisiert er die
Agenda 2010 und argumentiert, dass durch diese keine Arbeitsplätze
geschaffen werden. Die Alternative die er propagiert ist eine
Art "Keynesianismus light", in welcher der Staat wieder mehr Kontrolle
ausübt und nicht alles der Wirtschaft und dem freien Markt
überlässt. Er hat seine natürlichen Verbündeten
in der Gewerkschaftsbürokratie und Organisationen wie Attac
gefunden. Er ist gleichzeitig der Starredner auf den Massenveranstaltungen
des DGB und schreibt Kolumnen in ultra reaktionären Organen
wie der Bild Zeitung. Er erklärt sich solidarisch mit den
Zielen von Attac, tritt jedoch nicht in die Organisation ein,
um keinen Mitgliedsbeitrag zahlen zu müssen. (In Deutschland
richten sich die Mitgliedsbeiträge bei Attac nach dem Jahreseinkommen
des betreffenden Mitglieds.)
Lafontaine
könnte sich zu einer Alternative zur SPD entwickeln, jedoch
nicht von außen. Er ist die Person, die fähig ist die
Hoffnungen der Massen auf sich zu vereinen. Er würde den
linken Parteiflügel repräsentieren, und das mit weißer
Weste, da er von all seinen Ämtern zurückgetreten ist
ohne die Partei zu verlassen, mit dem Ziel diese zu erneuern.
Lafontaine
hat während der Anti-Kriegsbewegung eine wichtige Vermittlerrolle
übernommen. Er unterstützte die Abwehrhaltung der Regierung
gegenüber den kriegstreibenden Mächten USA und GB.
Lafontaine
könnte eine wichtige Rolle in der deutschen Politik spielen,
falls die SPD in eine noch tiefere Krise gerät und Gefahr
läuft ihren gesamten Einfluss auf die Massenbewegungen zu
verlieren. Das wäre die Gelegenheit für Lafontaine,
der als der Retter in der Not auf die Bühne tritt, die Partei
"erneuert" und sie von schlechten Elementen säubert und durch
eine populistische Rhetorik die Massen wieder in den Hafen der
Sozialdemokratie zurückführt.
Die Jugend
und die Antikriegsbewegung
Die Antikriegsbewegung
war geprägt von der Heterogenität der Gruppen, die sich
an ihr beteiligt haben und der Ziele die diese verschiedenen Gruppen
verfolgten. Man könnte diese Bewegung als eine instinktive,
elementare Reaktion der Massen auf die Barbarei des kapitalistischen
Krieges bezeichnen. Instinktiv deshalb, weil ihr ein klarer politischer
Horizont fehlte, das heißt, eine Alternative zum Krieg,
die im Widerspruch zur Politik der deutschen Regierung und der
Bourgeoisie steht. Die Antikriegsbewegung war unfähig sich
eine Struktur zu geben, die eine demokratische Koordination der
Aktionen ermöglicht hätte. Die Entscheidungen mussten
immer für alle in den Antikriegskomitees partizipierenden
Gruppierungen, Parteien, und "Bürger" konsensfähig sein,
unter denen sich Friedensbewegte, Umweltschützer, Attac,
einige Gewerkschaftler, Parteien und Bewegungen die sich als trotzkistisch
bezeichnen, neostalinistische Sekten sowie kirchliche Gruppierungen
befanden.
Die, durch
die Ablehnung des Krieges entstandenen Räume für direkte
Demokratie, wurden sehr schnell von Gruppierungen der Friedensbewegung
bzw. von Pseudorevolutionären, deren sozialdemokratische
und opportunistische Ideologien eine Radikalisierung der Aktionen
unmöglich machten und dadurch eine direkte Konfrontation
mit der Regierung und ihrem zynischen Pazifismus vermieden.
Den Massen
gelang es zu keinem Zeitpunkt, die selbsternannte Führung
der Bewegung zu umgehen, die selbst die "radikalsten" Aktionen
wie die Blockade der amerikanischen Militärstützpunkte
in Deutschland, mit der Polizei abstimmte.
Angesichts
der bunten Mischung aus verschiedenen Gruppen aus der die Antikriegsbewegung
bestand und der kaum nennenswerten Beteiligung der Arbeiterbewegung,
zusammen mit den widersprüchlichen und zu kurzgreifenden
Parolen wie z.B. nur die Schließung des deutschen Luftraums
für die amerikanische Luftwaffe, die mit Antiimperialismus
nur den Namen gemein haben, ist es nicht weiter verwunderlich,
dass sich daraus keine neuen Kampferfahrungen ergeben haben.
Allerdings
hat die Antikriegsbewegung immerhin zu einer weitgehenden Politisierung
breiter Schichten Jugendlicher geführt. Viele Jugendliche
konnten zum ersten Mal in ihrem Leben aktiv an politischen Diskussionen
teilnehmen, in denen sie selbst die Protagonisten waren. Diese
Erfahrung hat dazu geführt, dass viele Jugendliche nicht
länger automatisch Politik und Parlamentarismus gleichsetzen.
Aus der Antikriegsbewegung ist eine neue Avantgarde aus Jugendlichen,
Studenten und Arbeitern entstanden, die, wenn sie auch klein ist,
versucht einen neuen politischen Horizont zu finden. Genau diese
Avantgarde ist es, die an den Demonstrationen gegen den G8 Gipfel
teilnimmt, um gegen dieses auf Ausbeutung und Elend basierende
System zu protestieren, auch wenn ihre Reaktion bislang noch eher
unterbewusst und uneinheitlich ist.
Die Bourgeoisie
und ihre Institutionen versucht diese Bewegung mit allen Mitteln
zu kriminalisieren und zu zersplittern, da sie sich durchaus der
Gefahr bewusst ist, die von dieser Avantgarde ausgeht. Der neueste
Versuch in dieser Richtung war der riesige ökumenische Kirchentag,
den beide Kirchen gemeinsam parallel zum G8 Gipfel in Evian in
Berlin veranstaltet haben. An dieser Veranstaltung nahmen ca.
120.000 Personen teil, zum großen Teil Jugendliche. Abgesehen
von den Auftritten wichtiger Vertreter der im Bundestag repräsentierten
Parteien wie z.B. des Kanzlers und der CDU Spitze machte der ultra
reaktionäre Dalai Lama seine Aufwartung. Während die
kämpferischen Jugendlichen in Evian unter Tränengas
und Polizeigewalt litten, rief die Kirche ihre Gläubigen
in festlichem Rahmen mit Musik und Unterhaltungsprogramm, zur
Unterstützung der Agenda 2010 auf.
Die Arbeiterbewegung
als solche glänzte durch Abwesenheit in der Antikriegsbewegung.
Es gab einen Aufruf zu einer 10 - 15 minütigen Arbeitsniederlegung
am 15.03.03 vom europäischen Gewerkschaftsbund, der aber
aufgrund fehlender Vorbereitung nicht einmal in den Betrieben
befolgt wurde, in denen der DGB großen Einfluss genießt.
Dies lässt sich zum Teil darauf zurückführen, dass
die Kapitalisten für den Fall eines Streikes direkt mit Sanktionen
gedroht haben. Wie immer hat die Gewerkschaftsbürokratie
deren Interessen unterstützt, indem sie den Streik weder
nachdrücklich gefordert noch vorbereitet hat. Es ist ein
gutes Zeichen, dass einige Arbeiter trotz der Bemühungen
der Gewerkschaftsbürokratie einen Streik gegen den Krieg
zu vermeiden, die Arbeit niedergelegt haben. Diese Sektoren sind
die Avantgarde und stellen eine Minderheit in der deutschen Arbeiterklasse
dar. Vielleicht die politisch bewusstesten Elemente, zeigen sie
dennoch, dass sich die deutsche Arbeiterklasse nicht verbürgerlicht
hat, sondern dabei ist sich neu zu formieren und ihre eigene Subjektivität
neu zu entdecken indem sie beginnt ihre Kräfte zu messen.
Perspektiven
Die Gewerkschaftsbürokratie
steht im Moment im Kreuzfeuer, da einerseits die Basis den politischen
Kampf aufnehmen will, um die Pläne der Regierung und Borgeoisie
vom Tisch zu fegen und sie andererseits um ihre politische Zukunft
kämpfen muss. Die deutsche Bourgeoisie hat klar signalisiert,
dass sie ein neues System schaffen will, in dem die Rolle als
Bremsklotz innerhalb der Arbeiterbewegung, die Gewerkschaftsbürokratie
mehr und mehr übernommen hat, schlichtweg überflüssig
wird. Dies ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass die deutsche
Bourgeoisie sich nach dem Sieg des Imperialismus im Irak, so sicher
fühlt, dass sie glaubt, dass nichts und niemand sie in ihrem
Angriff auf die Arbeiterklasse bremsen kann. Dies folgt aus dem
Umstand, dass, obwohl die deutsche und die französische Bourgeoisie
die gegen den Angriff auf den Irak waren und deren Positionen
sich nicht durchsetzen konnten, der schnelle Sieg der imperialistischen
Truppen im Irak eine relative Stärkung des Imperialismus
als ganzem bedeutete.
Der Apparat
der Gewerkschaftsbürokratie in seiner aktuellen Form ist
den Interessen der Bourgeoisie nicht länger von Nutzen. Daher
ist das Ziel diesen auf ein Minimum zu reduzieren, das nur noch
dazu dient die Tarifverträge und Abkommen zu unterzeichnen,
die die Kapitalisten diktieren. Dazu sind kleinere Gewerkschaften
vonnöten, die weniger Einfluss haben und noch sklavischer
den Interessen des Kapitals dienen.
Trotz der verräterischen
Gewerkschaftsführungen, beginnen die Arbeiter, die sich des
heraufziehenden Sturms bewusst geworden sind, ihre Muskeln anzuspannen:
zunehmend formieren sich Arbeitslosenbewegungen, klassenbewusste
Strömungen innerhalb der Arbeiterbewegung und es macht sich
eine größere Streikbereitschaft unter den Arbeitern
breit. Die Million von Demonstranten am 1. Mai, die ersten illegalen
Streiks, die Proteste gegen die Agenda 2010 und die hohe Wahlbeteiligung
an dem Streikreferendum der IGM im Osten sind deutliche Anzeichen
dafür. Trotz alledem sind die Aussichten auf einen Sieg verschwindend
gering, solange sich die Gewerkschaftsbürokratie, die jeden
Kampf aufweicht und unterdrückt, an der Macht halten kann
und nicht innerhalb der Gewerkschaften klassenbewusste Strömungen
entstehen die die Avantgarde der Arbeiter vereinen und die Macht
der Bürokratie in Frage stellen. Es ist möglich, dass
sich der Gewerkschaftsbürokratie angesichts äußerst
ungewöhnlicher Umstände gezwungen sieht, im Kampf viel
weiter zu gehen als sie es jemals geplant hatte. Auf jeden Fall
scheint dies im Moment noch nicht gegeben zu sein. Es ist notwendig
die Bürokratie aufzufordern eine Strategie zu entwickeln
um die Pläne der Regierung zunichte zu machen, selbst wenn
dies zu einem Sturz derselben führt, denn die Regierung ist
der Feind der Arbeiter. Revolutionäre Marxisten müssen
gnadenlos gegen die Gewerkschaftsbürokratie kämpfen
um ihren Einfluss zu vernichten und für den Aufbau wirklich
klassenbewusster und demokratischer Gewerkschaften zu sorgen.
Es ist unumgänglich einen Generalstreik mit Hilfe von demokratischen
Streikkomitees zu organisieren, deren Vertreter jederzeit abwählbar
sind und die entscheiden wie der Kampf im einzelnen geführt
werden soll. Nur so kann man den Sieg gegen die Pläne der
Regierung und der Borgeoisie sichern.
Die Jugendbewegung
macht ihre ersten politischen Schritte. Sie haben den (klein)
bürgerlichen Mythos zerstört, der besagt, dass die heutige
Jugend sich für nichts und niemanden interessiert. Die Jugendlichen
haben mit ihrem Kampf gegen den Krieg gezeigt, dass der heutige
Lebensstil und die Werte mit denen sie aufgewachsen sind, keine
brauchbare Alternative für sie darstellen. Im Moment lernen
sie durch die Erfahrungen die sie machen. Aus diesem Prozess wird
die Avantgarde hervorgehen, die verstanden hat, dass die Kämpfe
nicht isoliert geführt werden können. Die Studenten,
jugendlichen Arbeiter und Arbeitslosen müssen die Forderungen
der Arbeiterklasse und der Einwanderer zu den ihrigen machen.
Einen Maß für die Tiefe der Ablehnung die die sozialdemokratischen
Reformen, wird die Reaktion auf die Zwangsexmatrikulation der
Studenten sein, die die sowohl von SPD als auch von der CDU in
den respektiven Bundesländern schrittweise eingeführten
Studiengebühren, nicht bezahlen können.
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1 Technische Rezession bedeutet, dass die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden
Trimestern Verluste macht
2 La República,
15.05.2003
3 650.000 Arbeitsplätze
bedroht. Spiegel Online. 07.05.2003
4 Deutschlands
Wirtschaft schrumpft, Spiegel Online, 15.05.03
5 BIP Prognose
in Gefahr. junge Welt. 20.05.03
6 Das deutsche
Steuerdefizit gefährdet den Stabilitätspakt. Spiegel
Online, 12.05.03
7 El Mundo,
15.05.03
8 La ofensiva
guerrerista de Bush. Estrategia Internacional no 19, Januar 2003
9 Kirche für
die sozialen Kürzungen. junge Welt, 21.05.03
10 Reiner Akt
der Notwehr. Junge Welt, 24.04.03
11 Unter den
Abgeordneten die auch Mitglieder des DGB sind, gehören 186
der SPD (251) an, 10 der CDU (248), 13 den Grünen (55), 1
der FDP (47) und 1 der PDS (2). Insgesamt besteht der Bundestag
aus 603 Abgeordneten. Quelle: Der Spiegel Nr.19, 05.05. 2003.
12 Generalstreiks
sind in Deutschland verboten und das Streikrecht existiert nur
im Rahmen von Tarifverhandlungen innerhalb einer bestimmten Branche
13 Erhebliches
Unwohlsein. Spiegel Online, 12.05.03
14 Die undemokratischen
Gewerkschaftsatzungen fordern für einen Streik eine Mehrheit
von min. 75% der Stimmen der Mitglieder der betreffenden Gewerkschaft
15 AP/AFP/jW
- Tarifkonflikt. junge Welt, 27.05.03
16 Im August
1990 unterzeichnete die IG Metall einen Vertrag mit Volkswagen,
der im wesentlichen eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten darstellte.
17 Hiermit
ist der Toyotismus oder auch die "schlanke Produktion" gemeint.
Mehr dazu in ¿"Crisis del trabajo" o crisis del capitalismo? Estrategia
Internacional no. 11/12, April/Mai , 1999.
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