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Nieder mit dem
imperialistischen Krieg von Bush, Blair und ihren Verbündeten!
Sieg dem Irak!
Gemeinsame Erklärung zum Irakkrieg von
Liga für eine revolutionär-kommunistische Internationale
(Australien, Britannien, Deutschland, Österreich, Schweden,
Tschechien, Ukraine)
und Fracción Trotskista (Argentinien, Mexiko, Brasilien,
Chile, Bolivien)
Nun hat das furchtbare
Gemetzel einer gigantischen imperialistischen Invasion im Irak
begonnen. Nach drei Monaten ist die Farce der UN-Waffeninspektionen
und der UN-Sicherheitsratsdebatten vorüber. Für Bush
und Blair waren sie bloß ein Trick, während sie gleichzeitig
Flugzeugträger, Panzer und Truppen am Golf stationierten.
Trotz grotesker Bestechungsversuche,
Einschüchterung und Manövern schaffen sie es nicht,
eine zweite UNO-Resolution zur Autorisierung ihrer Aktionen zu
erhalten. Zum ersten Mal wurde das Vorgehen der USA von den meisten
imperialistischen "Verbündeten" und halbkolonialen Ländern
abgelehnt.
UNO, NATO und die
Beziehungen zur Europäischen Union wurden zu den ersten großen
"Kolalateralschäden" von Bushs und Blairs Kriegskurs. Sie
alle wurden gespalten, geschwächt, diskreditiert wie nie
zuvor. Die imperialistischen Führer warfen sich Beleidigungen
an den Kopf, zogen gegenseitig ihre Aufrichtigkeit in Zweifel
und machten die Idee der "internationalen Gemeinschaft" zu einer
Farce. Doch revolutionäre SozialistInnen weinen der Selbstentblößung
dieser reaktionären Institutionen keine Träne nach.
Nun ist es mit dem
Austausch diplomatischer Beleidigungen und der verlogenen Propaganda
der Kriegsziele vorbei. Die Waffen der Massentäuschung wurden
gegen jene der Massenvernichtung, gegen B 52-Bomber und Cruise
Missiles, getauscht. Nun soll an der irakische Armee ein Blutbad
verübt und die Zivilbevölkerung durch Flächenbombardements,
durch "Schock und Entsetzen" unterworfen werden.
Mit Kriegsbeginn
müssen unsere Sympathien vollständig mit all jenen sein,
die bewaffneten Widerstand gegen den Raub ihres Landes, die Zerstörung
ihrer Häuser und die Abschlachtung ihrer Kinder leisten.
Ohne Saddam Husseins Regime auch nur die geringste politische
Unterstützung zu geben, treten wir für den militärischen
Sieg des Irak ein! Wir verteidigen bedingungslos das Recht des
irakischen Volkes, mit allen vorhandenen Mitteln die Feinde des
Irak zu vertreiben, gegen die in Kuwait zusammengezogenen Aggressoren
und den Verbündenten der USA, Israel, vorzugehen.
Eine der Lügen
von Bush und Blair besagt, dass ihr reaktionärer Krieg Demokratie
für den Irak bringen und die Unterdrückung der kurdischen
und schiitischen Bevölkerung beenden würde. Gleichzeitig
gestatten sie der Türkei, Truppen an der Nordgrenze des Irak
zu stationieren, um so jede Autonomie oder Unabhängigkeitserklärung
der kurdischen Massen, egal unter welcher Führung, zu verhindern.
Die Kriegskoalition wird keine Unterstützung für all
jene sein, die die Diktatur Husseins stürzen wollen - insbesondere
nicht für die religiösen und ethnischen Minderheiten,
die vom Staat der Baath-Partei unterdrückt werden. Nur nach
einer Niederlage der imperialistischen Aggressoren, die geschichtlich
die Hauptverantwortung für die Unterdrückung nach der
Aufteilung des Osmanischen Reiches tragen, wird es Freiheit für
die Kurden und Schiiten in der Region geben. Jede Unterstützung
für die angloamerikanische Aggression wird das Joch des Imperialismus
verstärken und bewirken, dass die Ketten der Unterdrückung
noch fester drücken.
Wir müssen die
Massen der arabischen Welt ermutigen, sich gegen ihre feigen Herrscher
zu erheben und gegen jede Art US-amerikanischer militärischer
oder ökonomischer Macht in der Region zu kämpfen. Wir
hoffen, dass der Irak dadurch einen Sieg über die Vereinigten
Staaten, Britannien und ihre Verbündeten erringt. Nur ein
solcher Sieg wäre ein fortschrittliches Ergebnis dieses Konflikts.
Das endlose diplomatische
Verwirrspiel brachte der Menschheit nur einen Vorteil: die systematische
Enthüllung des imperialistischen Charakters der Absichten
der USA und Großbritanniens und der Ohnmacht der Vereinten
Nationen als Kraft des "internationalen Rechtes". Woche für
Woche wurden Informationen der CIA-Spionage als unverfrorene Lügen
und "Dossiers" der britischen Regierung als krude Fälschungen
entlarvt. Die Berichte der Inspektoren enthüllten nichts.
Bushs und Blairs in sich widersprüchliche Lügen alarmierten
Millionen und bewegten sie zu direkter Aktion - das Ergebnis war
eine stark anwachsende globale Antikriegsbewegung.
Bush und Blair behaupten,
dass sie den Irak von einem Diktator befreien und die Demokratie
einführen. Diese dreiste Lüge wird durch Ereignisse
entlarvt, die inzwischen einer neuen Generation von AntiimperialistInnen
auf der ganzen Welt bekannt sind. Denn mehr als ein Jahrzehnt,
nachdem Saddam 1979 an die Macht gekommen war, unterstützten
und bewaffneten die USA und Britannien sein Regime mit vielen
jener Massenvernichtungswaffen, deretwegen sie ihn heute an den
Pranger stellen. Sie rechtfertigten seine Verbrechen gegen das
eigene Volk. Sie "entdeckten", dass Saddam eine "Krimineller"
war, als der Irak 1990 in Kuwait einmarschierte, d.h. als er Hand
an "ihre" Ölquellen legte.
Sogar nach seiner
Vertreibung aus Kuwait halfen ihm die USA, an der Macht zu bleiben,
um ihn vor dem Sturz durch eine Revolution zu bewahren. Bis zum
letzten Jahr begnügten sich die USA mit UNO-Sanktionen, die
das irakische Volk langsam strangulierten und hungern ließen
und die Verteidigungskapazitäten gegen einen zukünftigen
US-geführten Angriff lähmten. In Wirklichkeit stellt
Saddam seit 1991 keine glaubwürdige militärische Bedrohung
für benachbarte Staaten dar, geschweige denn für die
USA. Warum änderten die USA ihre Politik wirklich?
Erstens wurde Bush
jr. im Dezember 2000 durch den Obersten Gerichtshof zum Präsidenten
der USA ernannt, nachdem er die Präsidentenwahl knapp verloren
hatte. Er nahm daraufhin Leute wie Cheney, Rumsfeld und Wolfowitz
in seine Regierung auf. Sie hatten schon unter Ronald Reagan gedient
und das Jahrzehnt nach dem Kalten Krieg damit zugebracht, Pläne
zur Schaffung eines weltumspannenden US-Imperiums zu schmieden.
Sie wollten, dass
die USA ihre militärische Vorherrschaft nach dem Kalten Krieg
dazu nutzen, ihre Macht auszuweiten und in der ganzen Welt zu
verankern - uneingeschränkt von internationalen Verträgen
oder alten Allianzen. Unter Bush jr. ging das neue Team daran,
internationale Verpflichtungen gegenüber imperialistischen
Verbündeten und halbkolonialen Untergebenen gleichermaßen
aufzulösen.
Dann kam der 11.
September. Das erlaubte Bush, Cheney, Rumsfeld und Co, ihre imperialistische
Vision einen Schritt weiterzutreiben: die nationale Souveränität
anderer Nationen und die demokratischen Rechte ihrer Einwohner
sollten offen in Frage gestellt oder zerstört werden, wenn
es im Interesse der USA lag. Die neue Bush-Doktrin der Präventivschläge
gegen andere Staaten drückt ungeschminkt die neue offensive
Außenpolitik der USA aus.
Innerhalb von 24
Stunden nach dem WTC-Anschlag drängte Rumsfeld Bush, eine
Invasion des Irak zu planen. Nicht, weil es irgendeine Verbindung
mit dem 11. September oder zur Al Qaida gegeben hätte - es
gab keine. Nicht, weil Saddam Massenvernichtungswaffen hätte
- die wurden in den 1990ern zerstört. Sondern, weil es der
günstigste Ausgangspunkt dafür war, mit der Umsetzung
der eigenen imperialistischen Vision zu beginnen. Mit der Einnahme
des Irak könnten die USA den gesamten Nahen und Mittleren
Osten neu ordnen und wichtige Ölreserven direkt kontrollieren.
Der Irak sollte zu einer riesigen Militärbasis zur Beherrschung
des Mittleren Osten und der angrenzenden Gebiete werden.
Darum geht es bei
diesem Krieg: Kontrolle über Öl und Ausweitung der weltweiten
Macht der USA. Auch Blairs Gründe sind klar. Er sagt, dass
dieser Krieg "die Grundlagen internationaler Beziehungen für
eine Generation ändern" würde. Er meint, dass es eine
Achse zwischen Washington und London geben wird, die mit einer
"Allianz der Willigen" eine kapitalistische Weltordnung in ihrem
Sinn errichtet. Die Mitglieder dieser Achse werden, gemessen an
ihrer Stärkte, sehr ungleich sein: so sehr, dass die "willigen
Verbündeten" der USA nur soweit Einfluss haben werden, wie
sie bereit sind, die Gebote Washingtons zu erfüllen.
Die Ideologien dieser
neuen Ordnung werden entfesselte Marktfreiheit und "Demokratie"
sein. Tatsächlich wird letztere von Beginn an eine komplette
Heuchelei sein. Bush und Blair werden dem Irak nicht mehr Demokratie
bringen, als sie es in Afghanistan getan haben. Der US-General
Tommy Franks wird Saddam als Diktator des Irak ersetzen, die Gehälter
der Baath-Bürokratie bezahlen und eine zweite Invasion des
Landes überwachen - diesmal durch jene US-amerikanischen
Öl- und Baugesellschaften, die für Bushs Einzug ins
Weiße Haus sorgten. Die Profite der US-Gesellschaften werden
so zweimal explodieren: durch die Lieferung von Bomben zur Zerstörung
von Bagdad und Basra und durch die Aufträge zum Wiederaufbau.
Viele in der Antikriegsbewegung
setzten ihre Hoffnungen zur Abwendung des Krieges auf die Strategie
Deutschlands, Frankreichs und Russlands im UN-Sicherheitsrat.
Aber diese Strategie war nur eine andere Form imperialistischer
Politik. Frankreich, Russland und Deutschland haben ihre eigenen
großen Verträge mit der irakischen Ölindustrie
und fürchten, sie an die US-Gesellschaften zu verlieren.
Darüber hinaus hofften sie, die UNO dazu nutzen zu können,
den US-Imperialismus an der ungefährdeten, weltweiten Dominanz
zu hindern - eine Vorherrschaft, die unausweichlich ihre eigenen
vitalen Interessen in Eurasien und im Nahen Osten einschränkt.
Auch der französische
Imperialismus hatte das Ziel, Saddams Regime zu entwaffnen, ihn
selbst durch einen Staatsstreich zu stürzen und das Land
dauerhaft durch UN-Kräfte zu besetzen - eine völlige
Negation der Souveränität des Irak und des Wunsches
seiner Bevölkerung nach Demokratie. Trotz ihrer verbalen
Opposition haben Deutschland und Frankreich ihren Luftraum, ihre
Basen, ihre Eisenbahnen den USA zur Mobilisierung zur Verfügung
gestellt.
Dasselbe kann von
den bürgerlich-liberalen Kriegsgegnern behauptet werden.
In kriegführenden Staaten verkünden sie mit Kriegsbeginn
ihre Unterstützung für "unsere Jungs", weil sie "ihr
Leben riskieren" und machen damit klar, dass sie der Maxime "mein
Land, egal ob richtig oder falsch" folgen. So demonstrieren auch
sie ihren zutiefst imperialistischen Charakter. Ihre Teilnahme
an den Antikriegskundgebungen diente nur dazu, die Massen bei
den nächsten Wahlen als "Antikriegs"- oder "Friedens"partei
zu betrügen.
Trotz ihrer Größe
und Verankerung war die Anti-Kriegsbewegung nicht im Stande, den
Angriff der imperialistischen Kriegshetzer zu stoppen. Warum?
Ganz einfach: weil die massive Stärke der Arbeiterklasse
nicht früh genug eingesetzt wurde. Der Grund dafür liegt
zuerst im chronisch prokapitalistischen, proimperialistischen
Wesen der Führung der offiziellen Arbeiterbewegung in den
wichtigsten imperialistischen Ländern. Der britische TUC
und die US-amerikanische AFL-CIO taten nichts, außer fromme
pazifistische Phrasen zu dreschen.
Auch die deutschen,
französischen, italienischen und spanischen größeren
Gewerkschaftsverbände taten wenig mehr, als die Demonstrationen
gegen den Krieg zu unterstützen. Lokale Sektionen und Basismitglieder
gingen weiter. Aber hätten die Gewerkschaftsführer die
Millionen Mitglieder zu politischen Massenstreiks bis hin zum
Generalstreik mobilisiert, dann hätten Bush und Blair ihr
außenpolitisches Abenteuer abbrechen müssen.
Es ist keine Überraschung,
dass diese Bürokraten keine aktive Opposition zu den imperialistischen
Plänen ihrer Herren darstellten. Sogar ihre Antikriegsrhetorik
war ein Tribut an die Macht der Massen in den Antikriegsmobilisierungen.
Aber die linksreformistischen, stalinistischen und zentristischen
Inspiratoren dieser Bewegung fokussierten ihre Aktivitäten
nicht genug auf die Mobilisierung der Arbeiterklasse. Massendemonstrationen,
Streiks von Schulen und Hochschulen, Blockaden der Truppen- und
Munitionszüge sind brillante und mutige Aktionen. Aber um
den Kriegskurs zu ändern oder zu stoppen, muss die kapitalistische
Maschinerie der Profitmacherei zum Stehen gebracht und die politische
Macht der Kriegstreiber angriffen werden.
Dazu müssen
RevolutionärInnen, AntiimperialistInnen, militante KriegsgegnerInnen
eine mächtige Einheitsfront mit den Organisationen der ArbeiterInnen,
v.a. den Gewerkschaften, aufbauen, um Streiks zu initiieren. Mit
den Gewerkschaftsführern, wenn möglich - ohne sie, wenn
nötig. Dazu müssen Aktionsräte aus Delegierten
der Gewerkschaften, von Parteien oder anderen Massenorganisationen
gebildet werden. Gewerkschaften, die sich selbst als kämpferisch
betrachten, wie die französische SUD, die Cobas in Italien
oder die in Opposition zu den Spitzenbürokraten der offiziellen
Förderationen stehen (wie die Eisenbahnergewerkschaft RMT/ASLEF
im britischen TUC oder die Metallergewerkschaft FIOM in der italienischen
CGIL), sollten eine führende Rolle übernehmen - bei
der Bildung von Delegiertenräten der ArbeiterInnen, deren
Koordinierung auf nationaler Ebene und der Verbindung mit jenen
Sozialforen und lokalen Anti-Kriegskomitees, die fortschrittliche
und unabhängige Positionen vertreten. Gleichzeitig sollten
sie die offizielle Führung zu einem ernsthaften Kampf gegen
die imperialistische Aggression auffordern. In Britannien unterstützen
RevolutionärInnen den Aufruf zu "Volksversammlungen" und
fordern, sie in Mittel der Selbstorganisation zum Kampf gegen
den Krieg zu transformieren. Sich dem zu verweigern hieße,
die Bewegung den BürokratInnen und den LinksreformistInnen
zu überlassen.
Die allgegenwärtigen
Schrecken des Krieges können wieder einen Aufwallen von Wut
und Revolte der Massen bewirken - insbesondere, wenn sie länger
andauern. Was müssen wir in den kommenden Tagen und Wochen
tun, um das zu befördern?
Zuerst müssen
wir gegen den Krieg streiken. Demonstrationen verdeutlichen die
Breite und Größe unserer Wut. Streiks sind ein Maßstab
für die Tiefe der Bewegung. Bushs und Blairs Verletzung dessen,
was Millionen als grundlegende Moralität und Rechtmäßigkeit
erachten, das riesige "Demokratiedefizit" bei der Durchsetzung
ihres Kriegskurses gegenüber der eigenen Bevölkerung,
wird Millionen von ihrer üblichen Tendenz lösen, blind
dem Gesetz zu gehorchen.
Wir müssen die
Basen und Luftstützpunkte stören, die Munitionszüge
blockieren, den Transport von Kriegsmaterial sabotieren und die
Soldaten aufrufen, die "illegalen" und unmoralischen Befehle ihrer
Kommandeure zu verweigern. Wir müssen auf die Straße
gehen, die Parlamente belagern, am Arbeitsplatz und zu Hause denjenigen
in den Regierungen zusetzen, die dieses Morden sanktionieren.
Dabei wird sich herausstellen,
dass wir am lautesten von jenen Liberalen verurteilt werden, die
noch gestern den Krieg als ungerecht bezeichneten. Wie erbärmlich!
Wenn die Vorbereitung des Krieges ungerecht und reaktionär
war, dann ist es seine Durchführung erst recht!
Wir kämpfen
für den Sieg des Irak! Ein gedemütigter und besiegter
US-Imperialismus wird für Millionen Menschen auf der ganzen
Welt Hoffnung und Inspiration sein, für ihre nationalen Rechte
und gegen Diktatoren wie Demokraten kämpfen, die sich auf
Onkel Sams Dollars und dessen politische Rückendeckung verlassen,
um an der Macht zu bleiben. Sie werden jene ermutigen, die schwer
unter der kapitalistischen Restauration in Osteuropa, am Balkan,
in den Ländern der früheren UdSSR leiden.
Ein blutiges Debakel
des Imperialismus im Irak würde die kolumbianische Regierung
bis ins Mark erschüttern, weil sie total von Waffen- und
Militärhilfe aus Washington abhängt, mit der sie ihr
eigenes Volk unterdrückt. Es würde den Kampf gegen Neoliberalismus
und die US-Interventionen in Argentinien, Bolivien, Brasilien,
Venezuela und Ecuador bestärken. Es würde vor allem
das Wachstum einer neuen militanten antiimperialistischen Bewegung
bewirken.
In erster Linie würde
eine Niederlage des Hauptsponsors Israels und seines ganzen expansionistischen
Projekts ganz klar das heroische palästinensische Volk und
seinen Widerstand gegen seine nationale Auslöschung ermutigen.
Der Massenmörder Ariel Sharon wird vermutlich unter dem Deckmantel
des Kriegs noch mehr blutige Verbrechen in der Westbank und im
Gazastreifen begehen. Eine Niederlage der USA und Britanniens
wäre ein schwerer Schlag gegen den rassistischen Siedlerstaat.
In den USA und Britannien
wäre die Niederlage der Imperialisten ein so großer
politischer Rückschlag, dass die massiven Angriffe auf Bürgerrechte,
gegen ImmigrantInnen und Flüchtlinge unterminiert würden.
Sie würde außerdem die enorme Krise der britischen
Labour Party vertiefen. Tatsächlich würde sie den gesamten
Apparat der imperialistischen Bourgeoisie innerhalb der Weltarbeiterklasse
schwächen. Sie würde die Kräfte der Klassenunabhängigkeit
und des Klassenkampfes stärken. Sie würde die Aussicht
auf eine weltweite Revolution erhöhen.
Wir müssen die
Medienlügen widerlegen, die in den nächsten Wochen permanent
auf uns einhämmern werden. Ein Bataillon von 7.000 JournalistInnen
ist im Golf stationiert - die große Mehrheit davon wird
der "action" nicht näher kommen als bis zu den Lazarettzelten,
die für sie vom Militär in der Wüste aufgestellt
werden, wo sie mit ausgewählten Neuigkeiten und gestellten
Fotogelegenheiten gefüttert werden.
Berichte über
tote ZivilistInnen ("Kolateralschäden") werden routinemäßig
geleugnet werden, bis der Krieg vorbei ist; desorientierte irakische
ZivilistInnen werden zum Flaggenschwenken gedrängt werden,
um die britischen Truppen in Basra zu empfangen.
Die AktivistInnen
der Antikriegsbewegung müssen den Krieg in die Studios und
Büros der globalen Netzwerke tragen: von BBC, CNN und Sky
und zu den großen Tageszeitungen! Wir müssen den Lügen
am Arbeitsplatz, an den Schulen und Universitäten entgegentreten!
GewerkschafterInnen in den Medien müssen Lügnern das
Maul stopfen, wenn sie nicht die Wahrheit berichten!
Vergessen wir nicht
für eine Minute, dass die riesige Mehrheit der Weltbevölkerung
gegen den Krieg ist und ihn stoppen möchte.
Millionen wurden
mobilisiert. Tausende AktivistInnen, vor allem in den angreifenden
imperialistischen Ländern, bereiten weitere Aktionen vor,
um die Kriegsmaschinerie und ihre Regierungen zu paralysieren.
Je entschlossener wir handeln, desto schwieriger wird es für
Bush, Blair und ihre Verbündeten, diesen reaktionären
Krieg fortzusetzen. Mehr denn je ist es notwendig, die Einheit
der ArbeiterInnen, der Jugend, der unterdrückten Minderheiten
in den imperialistischen Ländern mit jenen in den Halb-Kolonien
herzustellen, um diese neue Aggression gegen den Irak zu besiegen.
Nur die revolutionäre Einheit der internationalen Arbeiterklasse
und ihrer Verbündeten wird es ermöglichen, den entscheidenden
Schritt vorwärts zu gehen: zur Zerschlagung des kapitalistischen,
imperialistischen Systems - der Hauptursache des Krieges.
• Generalstreik,
um den Krieg zu stoppen!
• Sieg dem Irak!
• Sieg der palästinensischen Intifada!

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